Sobald der Röstprozess des Kaffees einsetzt, breitet sich ein unvergleichliches Gefühl von Wohlbehagen, Gemütlichkeit und luxuriöser Exklusivität in der Luft aus – ein wahrhaft magischer Augenblick für jeden Kaffeeliebhaber. Dieser Moment, in dem die ersten Aromen freigesetzt werden, scheint die Sinne zu umhüllen und eine besondere Verbindung zu schaffen.
Kaffee gehört zu den komplexesten Naturprodukten überhaupt. Während der Röstung entstehen in jeder einzelnen Bohne tausende von Aromen und chemischen Verbindungen, die eine erstaunliche Vielfalt entfalten – eine Vielfalt, die sogar die des Weins übertrifft. Dieses einzigartige Zusammenspiel von Wissenschaft und Kunst macht den Kaffee zu einem unverwechselbaren Geschmackserlebnis.
Damit aus den anfangs eher unscheinbaren Bohnen aromatische Kaffeemeisterwerke entstehen, wird in unserer kleinen Privatrösterei an der Lotter Strasse 117 auf jedes noch so winziges Detail geachtet. Damit sich die Kaffeearomen tatsächlich voll entfalten können, kommt bei uns ein traditioneller Trommelröster des Herstellers Probat zum Einsatz. In Chargengrößen von gerade einmal 12 Kilogramm werden unsere Kaffees zwischen 12 und 19 Minuten geröstet. Anschließend geben wir ihnen Zeit. Wir behandeln diese Früchte der Natur mit höchstem Respekt und schaffen so Qualitätskaffees –
de facto in Handarbeit.
Ein schonendes Röstverfahren und
die Trommelröstung macht den Unterschied
Nach etwa 12 bis 15 Minuten Röstzeit ist der Druck in den Kaffeebohnen so groß, dass ihre Zellwände aufplatzen. Wer die Ohren spitzt hört das typische
Knistern, das Röstmeister „First Crack“ nennen. Nun entwickelt sich die gesamte Geschmacksvielfalt: Fruchtsäuren werden abgebaut, Zucker karamellisiert,
die Zellstruktur wird abgeschwächt.Danach verbleiben dem Röstmeister lediglich zwei, maximal vier Minuten. Innerhalb dieser kurzen Zeit verändert sich
die Farbe des Röstkaffees von hellbraun über verschiedene, dunklere Brauntöne bis hin zu schwarzbraun. Die Röstdauer ist entscheidend für das gewünschte
Ergebnis. Die angestrebten Endtemperaturen reichen von 200°C für helle Filterkaffeeröstungen bis zu 220°C für den Italian Roast Grano Gayo.
Das erste Knistern, das man hört,
ist der sogenannte „First Crack“ der Bohnen.
Wir geben uns und unseren Kaffees die nötige Zeit. Damit erreichen wir, dass sich die Geschmacksaromen deutlicher ausprägen und nur jene mit den feinen Fruchtsäuren, die den Charakter unseres Kaffees prägen, erhalten bleiben. Unsere Espresso-Sorten rösten wir noch etwas länger als unsere
Filterkaffees. So verschwinden die ungewollten Säuren und der für Espresso typische, kräftige Geschmack entsteht.Wir geben unseren gerösteten Kaffees
noch eine Ruhezeit von fünf bis zehn Tagen, in denen sie ihr volles Aroma entfalten. Erst dann verpacken wir sie, erst dann kann man unsere
handverlesenen Kaffees in der caffewerkstatt kaufen.
Wieder ist Geduld gefragt, denn beim Röstvorgang kommt es auf die
Liebe zum Detail an, um den Bohnen ihr volles Aroma zu entlocken.